Mit Chucks auf Viermetersiebzig

Habe soeben gefühlte 300 Höhenmeter zwischen mich und Banff gebracht, genieße die Sonne, den Ausblick und Chris Browns Fallen Angel.

Ja nur ein weiterer arschgeiler Spot an dem man seinen freien Tag sinnvoll vorbeiziehen lassen kann. Seht was ich sehe.

pano 1 lil llliiiil

Tut gut heute mal richtig zu relaxen, denn gestern hats mich mit Staff-Com-Rowdy Reto auf Adventure-Tour verschlagen.

10am. Anpiff. Zusammen losmarschiert Richtung Berg XY. Könnt gerne Reto, den Kletterexperten, für genauere Infos fragen, ich habe nämlich wenig bis gar keine Ahnung die hiesige Hügelpopulation betreffend.

Wie dem auch sei. Ziel war ein alt-römisches Amphitheater in mitten von Hügelhausen. Wer sich an das ein oder andere Foto von mir erinnert, der weiß Hügel hier kratzen am Himmel. DPunkt HPunkt – Superhoch.

Natürlich kein Problem für einen hochausgebildeten Sportstudenten wie mich…

Berg hoch ist auf jedenfall ein anderer Schnack als Berg runter“ Tjark H.

Ich sollte Recht behalten.

Als wir dann ordentlich Kilometer intus hatten, erreichten wir schließlich das Theaterdingsbums oder zumindest das was davon übrig war – nämlich gar nichts. Haha. Trotzdem hamma Location. Im Tal sitzend von 3000ern umring, gabs zur Belohnung erst Mal zwei Scheiben Toast.

Achja und zusätzlich wohltuendes Quellwasser alias Schmelzwasser aus den Rockys. Unfassbar wie klar die Seen und Flüsse hier sind. Also kurz ran an den Naturwasserhahn und refill.

waterrefil

Finally gestärkt sollte unser Abenteuer aber gerade erst anfangen. Raus aus dem Valley und ran an den Speck. Erst wollten wir nur einen kleinen Teilhügel erklimmen um den Ausblick zu genießen. Weil uns aber dann der Ehrgeiz gepackt hat, gings unaufhaltsam weiter. Immer höher, immer weiter durch Geröll, Schnee und Gestrüpp.

Kein Ding hatte ja immerhin meine Hikingchucks an. Auch wenn Reto hinter mir alle 4einhalb Sekunden seinem Frust darüber Luft machte, dass wir verdammt nochmal sterben, wenn wir ohne Ausrüstung weiterziehen. Adventure Reto, A-D-V-E-N-T-U-R-E! (Anmerkung der Redaktion. Reto ist mutig und hat uns weiteren Verlauf des Trips das Leben gerettet)

Jegliche Warnungen zum Trotz krackselten wir fleißig dem Gipfel entgegen. Irgendwann dann auch wirklich nur noch auf Steinplatten balanciert.

Und dann.. nach langer langer Weile.. Oben – Gipfel. Ausblick – unbeFUCKINGschreiblich!

Seht. wusch ui

2800 Höhenmeter – Respekt an meine Chucks.

Stolz wie Oscar. hking peek tj reet yo

Oben angekommen dachte ich dann eigentlich das Schlimmste wäre überstanden. Pah.. TJ Baul Hanssøn. Du naiver Schuljunge!

Abstieg Freundchen. Zum Glück hatte ich die glorreiche Idee den Trail zu verlassen und einfach straight ahead den Abstieg zu forcieren. Reto, das Gewissen, hatte zwar berechtigte Zweifel, ließ sich aber trotzdem von meinem Gesabbel überzeugen. FEHLER!

Ich habe glaube ich den allerbehindersten Abstieg der Welt gewählt. Vorbei an Klippen, Hängen, Felsen durch Gestrüpp, Baum und Piiiiickern. Die Rockys sind halt kein Ponyhof.

Nach Stunden und 47 neuen Kratzern dann endlich „unten“ angekommen. Inmitten von nur Wald. Orientierungsinn hatte sich bei mir schon vor Stunden verabschiedet, also lag alle Hoffnung bei Reto. Problem der Weg nach Banff war durch einen wild strömenden Fluss blockiert. Überquerung ohne Hilfsmittel leider nicht möglich. Eine Brücke musste also her. Weil kein Biber zur Hand, mussten wir uns auf die Suche begeben. Diese lässt sich wie folgt zusammenfassen.

Aua! Ahh! FUCK! Hahaha. Felsen. Unpassierbar. Klippen. Spinnen. Schmerzen.. Kein Toast. Keine Kraft. Dunkel werdend…

Wollte die Nacht wirklich nicht hier inmitten der tiefsten Wildnis verbringen. Also schon halb mit dem Gedanken gespielt einfach rein in die eiskalten Fluten und per Nemo-Schwimmstil zurück nach Banff rangeln.

GLÜCKLICHERWEISE hat Reinhold Reto Messner dann die Brücke gefunden, an der ich dann aber erst Mal jegliche in mir angestauten Hass der Welt auslassen musste.

Als wenig später dann back in civilisation war auch meine letzte Kraftreserve aufgebraucht. Also kurzerhand dazu entschlossen per Anhalter zurück in den Heimathafen zu schippern. Hat auch 1a funktioniert. Danke!

Was elf Stunden Hiking/Survivaltrip und zwei Scheiben Toast mit meinen Körper anstellen, habe ich dann wenig später zu Hause gemerkt. Uuuuuund weg. Gute Nacht.

Zu guter Letzt. Papa, genieß deinen Ehrentag.

Wäre gern bei Euch.

Bis Bald ich lieben Lesenden

Tjark

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