Ba(n)ff!

Leute,

dass wichtigste vorweg – Ich lebe. Habe die wohl längste Bustrippraline der Welt vernascht und überlebt. 2 1/2 Tage voller Unbequemlichkeit und Atemberaubung.

Ich habe leider nur wenig Zeit (warum, dazu komme ich noch, wenn ich nicht vorher einratze…) aber ich versuche euch wenigstens einen kleinen, möglichst aktuellen, Einblick in meine neue Welt zu geben.

Donnerstag Nacht gings los. Es sollte quasi einmal quer durch Kanada gehen: Toronto, Banff und 55 Stunden nordamerikanische Prärie. Der Bus war nicht nur voll, sondern auch unbequem wie drei Ikearegale übereinander. Also gleich mal (im wahrsten Sinne des Wortes) Augen zu und durch.

Geweckt von den ersten Sonnenstrahlen am nächsten morgen staunte ich nicht schlecht, als sich die wahrlich sehenswerten Weiten von Ontario vor mir erstreckten. 8 Bäume, 4 Steine und 12 Wasser, danach habe ich aufgehört zu zählen. Naturschock vom feinsten. Pläne wie Fifa, NBA oder Filme aufm Lappi worden aufgrund des außergewöhnlichen Alternativprogramms im Handumdrehen über Bord geworfen. Stattdessen Musik auf die Ohren und beide Scheinwerfer auf Kanadas unendliche Weiten.

Palabert wurde auch wieder reichlich. Hatte mir irgendwann die Bekanntschaft einer kanadischen Rockröhre erschlichen und somit neben Reizüberflutung von außerhalb des Busses nun auch ausgeprägten Input von inside. Stichwort: Multitasking.

So zogen die Stunden ins Land und langsam aber sicher kam Banff in Reichweite. Ja und so fand der Film Kanadas schönste Busstrecken ein jähes aber freudig erwartetes Ende. 55h und ich sah aus wie drei Tage Regenwetter. Banff zeigte sich indes von einer atemberaubend schönen Seite.

Beeeerge! Und jetzt Ruhe.

6   3 2 1

Banff ist schön. Rocky Mountains und so. Macht sprachlos und ist einfach nicht zu beschreiben. Gebt mit ein paar Tage, dann lasse ich die Eindrücke etwas sacken. Dann habe ich hoffentlich auch etwas mehr Zeit um Euch etwas genauer von meiner aktuellen Lage zu berichten.

Denn die Ankunft heute/gestern war nicht das Highlight des Tages. Man hier ging alles so schnell. Bin angekommen, habe mich mit Mo getroffen, bin ins Hostel, eine dringend benötigte Dusche genommen und dann sofort auf Jobsuche gegangen. Kurz und knapp. Fange morgen früh um 9 Uhr an in einem Hotel zu arbeiten. Zudem habe ich auch gleich eine Wohnung gefunden. Wow und das alles nicht einmal eine Stunde nach Ankunft. Wie und was, darüber gibts die Tage noch mal n Roman. Hole ich nach, versprochen. Derzeit bin ich einfach nur kaputt von dem langen Trip und dem noch längeren Tag.

Denn auch danach war noch lange nicht Schluss. Moritz hat mir die Stadt gezeigt, wir waren einkaufen, in den Bergen an den Seen in den Wäldern – quasi überall. Haben dann gegrillt und Abends im Hostel noch ein paar Leute kennengelernt. Mit den Jungs liege ich grade aufm Zimmer. Habe mich abgekapselt und versuche fleißig in die Tasten zu hauen und mich nicht vom Film nebenan ablenken zu lassen. Achja. 3x Deutsch, 1x Holland, 1x USA, 1x Australien.

So, weil es hier inzwischen auch nach Mitternacht ist (sind hier jetzt übrigens 8h hinter eurer Zeit) und ich morgen früh raus muss, verabschiede ich mich jetzt. Freue mich auf ein Bett und hoffentlich etwas Schlaf. Bin kaputt aber glücklich.

Grüße aus den Rockys,

Tj

7

Advertisements

One Comment

Add yours →

  1. Ich schmeiß mich gleich :D Du schreibst ja geil, wenn das kein angehender Journalist ist! Ich liege jedenfalls halb unterm Küchentisch und Feli weiß nicht was los ist! Schön, schön, schön!

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: