Über Indien nach Kanada…

Hej ihr Lieben,

erstmal herzlich Willkommen auf meinem Blog, der euch über meine Aktivitäten und Abenteuer in Kanada auf dem Laufenden halten soll. Zu Anfang ein “kleiner” Roman von mir, der die letzte Woche vor Abflug bis Heute zusammenfassen soll.

Gestern bin ich nun endlich in Toronto gelandet. Nach einer durchaus anstrengenden Reise habe ich zwar noch versucht etwas zu Papier zu bringen, bin bei dem Versuch aber eiskalt eingepennt. Deswegen erst Heute aber dafür taufrisch.

Der erste Eindruck ist alleine schon mal wegen dem Wetter grandios. Sonne, Sonne, Sonne und keine Wolken. Sonst sind mir noch keine großen Veränderungen aufgefallen, außer das man hier Getränke aus großen Plastikflaschen serviert. Mehr dazu wohl in den nächsten Tagen..

Derzeit befinde ich mich übrigens in Mississauga (rund: 25 Kilometer von Toronto entfernt) und wohne bei meiner Cousine Sylvia und ihrer Familie, bestehend aus Ehemann Christoph und den Kids Jana, Lionel und Jason.

Rückblick. Irgendwann im abgelaufenen Kalenderjahr entwickelte sich bei mir der Wunsch nach meinem Studium nochmal in Ausland zu gehen. Weil Kanada schon immer mein Traumland war, gab es wenig bis gar keine Alternativen. Gesagt getan und nach unzähligen bürokratischen Verrenkungen für die deutsche und kanadische Botschaft, flatterte vor gut einem Monat das Work&Travel-Visum für Nordamerika ein. Der Rest – ein Kinderspiel. Von wegen!

Die letzten Wochen wurden intensiv genutzt um langsam aber sicher von den mir wichtigsten Personen Abschied zu nehmen. Was dank Sterni und Co auch gut gelang. (Anm. d. R. Stern-Marke oder auch Sterni ist Fusel mit einem abgerundetes Bukett.) So blieb es schließlich nicht bei der einen von mir im Vorfeld geplanten Abschiedsparty, nein, es wurden drei.

Zuerst ging es Freitag (eine Woche vor Abflug) für mich mit meinen trinkfesten Cousin nach Kiel. Bereits bei Ankunft hatte ich alle Lampen an und auch danach blieb keine Kehle trocken. Nachdem wir den ansehnlichen(!) Sieg der deutschen Nationalmannschaft über Fußballgroßmacht Kasachstan angeschaut hatten, machten wir uns auf den Weg ins Kieler Hofbräuhaus, ohne mich jedoch im Vorfeld noch ordentlich einzukleiden. Wer trägt nicht gerne Leggins, Rock und Bluse?

Wild” Wild! ”

Nun gut. Keine drei Minuten im Hofbräuhaus angekommen, hatten wir den Laden schon übernommen und ließen es ordentlich Krachen. Anschließend ging es, getrieben vom Alkohol, in die Mausefalle um den Abend “gebührend” ausklingen zu lassen. Ein schöner Abschied von meinen drei Brüdern im Geiste. Danke Chris, Jannik und Kristian.

Über das Timing wird allerdings nochmal zu reden sein, denn keine fjorten (14) Stunden später sollte mein eigentlicher Abschied beginnen. Für mich natürlich kein Problem und so ging es ohne Promille-Verlust am Samstag gleich weiter.

Was an Platz- bzw. Stehkapazität in meiner Wohnung vorhanden war, wurde genutzt. Ein absolut gelungener Abend, den Kanada erst mal toppen soll. Bin auf den kanadischen Grogkeller (oder wie ich Kimschi in der Nacht schrieb: “croque-keller”) gespannt. Danke an alle die da waren und vor allem, diejenigen die ein Sterni-Ettiket auf eine der Abschiedskarten geklebt haben. Herzergreifend! Mounties “Mounties..”

Mona & Tj “Mit Mona”

dgf ” Dansk Gymnastik ”

Mein Abschiedsfeiermarathon wurde schließlich am Mittwoch – meinem absoluten Fl-Lieblingstag – begangen. In einem spontanen Sit-in mit einem Haufen Kerle plus meinen beiden Mitbewohnerinnen Anne und Motte wurde sich ein adequater Pegel für den vorerst letzten Besuch des MAXs angetrunken. Wie es sich für ordentliche Partypeople gehört, blieben wir bis es nicht mehr schockte, also bis das Licht anging.

Der Abflug (Fr. 7.10 von Hamburg) rückte unaufhaltsam näher. Donnerstag räumte ich mein Zimmer leer und verabschiedete mich von meinen Eltern. Abends ging es zu Familie Svensson um dort meinen letzten Abend in Deutschland zu verbringen. Nach etwas Schlaf, klingelte um zwei Uhr Nachts der Wecker. Dann hieß es erneut Abschied nehmen.. erst von Pia, Finn und Frank, dann von Kimschi.. Kein Abschied für immer, versprochen!

kimschi und tj can” :) ”

Mit Rouva und Gesine ging es schließlich nach Hamburg zum Flughafen und da folgte dann wirklich der letzte Abschied. Zwei feste Umarmungen später stand ich alleine vor dem Hamburger Flughafen. Ein durchaus komisches Gefühl aber auch irgendwie befreiend endlich all diese Abschiede hinter mich gebracht zu haben.

Dann gings halt los. Check in, Check out, Kontrolle, Passport, dies das. Neverending story. Irgendwann dann im Flieger angekommen um zu realisieren es geht endlich los. HH – Bruessel war in ca. einer Stunde ne lockere Sache. Danach in Bruessel angekommen und auf den Flug nach Toronto wartend, habe ich einen kleinen Kulturschock bekommen. Ganz Neu-Dehli stand in der Schlange zum Flug Richtung Toronto. Da gabs von mir erst mal ein kräftiges “Moin!”. Habe mich dann später im Flieger auch eiskalt gegen einen Bollywood Film entschieden und stattdessen Argo geschaut. War ganz gut.

Ansonsten sind knapp neun Stunden Flug schon recht lang aber mit dem Ziel im Blick nur halb so schlimm. Endlich dann in Toronto angekommen lächelte mich die Sonne an und wenig später vier kanadische Gesichter. Abgeholt von meiner Cousine und ihren drei Kiddis, fuhren wir nicht lange zu ihrem Haus nach Mississauga um dort das fünfte Familienmitglied zu begrüßen. Christoph der Halunke begrüßte mich herzlich und viel besser noch auch auf meiner zweiten Muttersprache Französisch…..! Er hat schon angekündigt mit mir nur Französisch sprechen zu wollen, ich darf glücklicherweise aber auf eine Art und Weise antworten, die mir am Besten gefällt. Deutsch/Englisch/Französisch oder Handzeichen.

Witzig ist, dass wir zwischen den drei Sprachen springen wie wild. Ich werde zu gegebener Zeit nochmal Plattdeutsch vorschlagen, mal sehen.

So jetzt langt es hier auch erst mal. Ich denke für einen kleinen ersten Einblick sollten die geschriebenen Zeilen genügen. Ich werde nämlich jetzt auf dem Fußballplatz erwartet. Meine kleinen Cousins (sind zwar die Söhne meiner Cousine und damit warscheinlich irgendwas anderes aber ist ja total egal) wollen mal sehen wie man vernünftig Fußball spielt. Ich zieh noch kurz (haha) meine Paul-Breitner-Gedächnishose an und losgehts. Bilder folgen.

Fühlt euch gedrückt ihr Lieben, ihr fehlt mir,

Tj Maple

PS. Go Hamburg! edit: Nur der HSV!

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One Comment

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  1. Ganz viel Spaß auf der anderen Seite des großen Teichs!

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